In Berlin gibt es viele unterschiedliche Angebote zur Beratung und Unterstützung in der häuslichen Pflege. Zu viele Informationen auf einmal sind aber manchmal eher hinderlich als hilfreich. Deshalb beschränken wir uns hier auf die wichtigsten Stellen an die ihr euch wenden könnt, wenn ihr Fragen habt.
1. Die Berliner Pflegestützpunkte - sie sind die universellen Navigator: innen im System.
https.//www.pflegestuetzpunkteberlin.de
Die Pflegestützpunkte sind unabhängige neutrale Beratungsstellen, die kostenfrei zu allen Fragen rund um das Thema Pflege Beratung und Unterstützung anbieten.
Auch dann, wenn der Pflegefall noch nicht eingetreten ist aber dennoch Informationen dazu im Vorfeld gewünscht werden:
- Welche Leistungen erhalte ich von der Pflegeversicherung ?
- Wie kann ich diese beantragen?
- Wo bekomme ich finanzielle Unterstützung, wenn die Leistungen der Pflegeversicherung nicht ausreichen ?
- Wie finde ich die passenden ambulanten (zum Beispiel Pflegedienste) oder stationären (zum Beispiel Pflegeheime) Einrichtungen.
Die Beratung kann im Pflegestützpunkt stattfinden (Tel.: 08005950059), als Videotelefonie oder bei Bedarf im Rahmen eines Hausbesuches.
Wer sich vorab im Internet informieren möchte, findet auf der Website über 40 Informationsblätter zu allen wichtigen Fragen (A-Z), in mehreren Sprachen,
auch in einfacher Sprache, für Menschen, die sich mit der „Behördensprache“ schwer tun.
Für Familien mit Kindern, die einen Pflegebedarf haben, gibt es in den Pflegestützpunkten in jedem Bezirk eine spezialisierte Kinderbeauftragte bzw. einen spezialisierten Kinderbeauftragten.
2. Die Kontaktstellen PflegeEngagenment und das Kompetenzzentrum Pflegeunterstutzung - sie sind wesentliche Ansprechpartner:innen für die Themen Selbsthilfe, Besuchsdienste und Angebote zur Unterstützung im Alltag.
Auch diese gibt es in jedem Bezirk in Berlin, zu finden auf der Seite der Senatsverwaltung unter Berlin.de oder unter www.pflegeunterstuetzung-berlin.de (Kompetenzzentrum Pflegeengagement).
Wer Angehörige pflegt oder betreut, die bereits einen Pflegegrad haben und daher einen Anspruch auf Leistungen der Pflegekasse, kann sich ehrenamtliche Unterstützung über die Kontaktstellen organisieren. Hierbei geht es vor allem um die Entlastung der Pflegeperson. Die ehrenamtliche stundenweise Betreuung des Pflegebedürftigen entlastet die Pflegeperson und schafft ihr kleine Freiräume für persönliche Termine und Freizeitgestaltung.
Das Kompetenzzentrum informiert darüber hinaus ausführlich über Unterstützungsangebote im Alltag, Nachbarschaftshilfe und Pflege-Selbsthilfe.
3. Pflege in Not - Manchmal fühlen wir uns überfordert oder kommen so an unsere Grenzen, so dass Aggression entsteht. Das will niemand, dennoch passiert es auch in den besten Pflegebeziehungen. Hier kann Pflege in Not eine gute Anlaufstelle sein. Tel.: 030 6959 8989
4. KOBRA - Beratung zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Der Name ist Programm.
Tel.: 030 6959 230