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Pflegepolitischer Dialog

01. Oktober 2026: wir pflegen Berlin e.V. veröffentlicht Ergebnisdokumentation zum 4. Pflegepolitischen Dialog

Am 7. September 2026 hatten wir zum vierten Mal ins Abgeordnetenhaus eingeladen, unter der Schirmherrschaft der Präsidentin des Abgeordnetenhauses. Anlass war unsere Studie zur Tages- und Nachtpflege und die daraus entwickelten 16 Vorschläge.

Nachfolgend der Kurzbericht zur Veranstaltung und die Ergebnisdokumentation.

Wer da war

Auf dem Podium waren Silke Gebel, Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit und Pflege im Berliner Abgeordnetenhaus (Bündnis 90/Die Grünen) und Heinrich Stockschlaeder, Vorstand wir pflegen Berlin e.V. Die Moderation erfolgte durch Frank Schumann, Vorstand wir pflegen Berlin e.V.

Beiträge kamen von den pflegepolitischen Sprechern Christian Zander (CDU), Lars Düsterhöft (SPD), Tobias Schulze (Die Linke) und Carsten Ubbelohde (AfD), von der Vorsitzenden des Landespflegeausschusses Rebecca Zeljar sowie aus dem Publikum – von pflegenden Angehörigen, Seniorenvertretungen, der Berliner Feuerwehr, der Polizei Berlin, dem Landeskompetenzzentrum Pflege 4.0, dem Ärztenetz Berlin und Beratungsstellen.

Worüber Einigkeit bestand

Dass pflegende An- und Zugehörige die tragende Säule der Versorgung sind – und dass auf Bundesebene diskutierte Verschlechterungen, insbesondere bei den Rentenbeiträgen, abzulehnen sind. Einigkeit bestand auch bei einem konkreten Vorschlag: einer Plattform, auf der Einrichtungen freie Plätze und Pflegehaushalte ihren Bedarf melden können. Dass es sie braucht, sagten alle Fraktionen; dass sie machbar ist, bestätigte das Landeskompetenzzentrum Pflege 4.0.

Was in Aussicht steht und was offen bleibt

Für ein Pflege-Notfalltelefon sind Mittel bereitgestellt. Die Beratungsinfrastruktur soll in einem Landespflegegesetz abgesichert werden. Strittig blieb, ob eine verbindliche Pflegestrukturplanung etwas bewirkt und auf welcher Ebene sie stattfinden sollte. Offen bleibt eine klare Federführung in der Verwaltung für junge Pflegende und für Familien mit pflegebedürftigen Kindern.

Dokumentation

  1. Ergebnisdokumentation (PDF, 7 Seiten, 365 KB)
  2. Wortprotokoll (PDF, 31 Seiten, 485 KB)
  3. Video
    Die Veranstaltung kann über den nachfolgenden Link nachträglich mitverfolgt werden: Aufzeichnung bei Zoom ansehen
    Der benötigte Passcode lautet: 0u*?s$9*
  4. Unsere Vorschläge für die nächste Koalitionsvereinbarung – Langfassung (PDF, 5 Seiten, 311 KB)
  5. Unsere Vorschläge für die nächste Koalitionsvereinbarung – Kurzfassung (PDF, 1 Seite, 307 KB)

4. Pflegepolitischer Dialog am 7. September 2026: Was gehört in die nächste Koalitionsvereinbarung?

Am 20. September 2026 wählt Berlin ein neues Abgeordnetenhaus. Danach wird verhandelt, welche Ziele und Maßnahmen die neue Koalition sich für die kommenden Jahre vornehmen will. Wir finden: Die Stimme derjenigen, die zu Hause pflegen, muss dabei gehört werden. Denn der größte Teil der Pflege in Berlin findet nicht in Einrichtungen statt, sondern wird zu Hause von pflegenden An- und Zugehörigen geleistet.

Deshalb haben wir aufgeschrieben, was aus unserer Sicht in die nächste Koalitionsvereinbarung gehört. Die Vorschläge beruhen auf unserer Arbeit der letzten Jahre: auf der Befragung zu den Erfahrungen in der Corona-Pandemie (2021), auf unseren Handlungsempfehlungen zur pflegerischen Versorgung (2023), auf unserer Stellungnahme zum Landespflegeplan (2025) und auf der Befragung zur Tages- und Nachtpflege (2026). Elf Punkte aus unserem Bericht zur Tages- und Nachtpflege sind in die 16 Vorschläge eingegangen.

Wir haben sie bewusst so formuliert, wie Koalitionsvereinbarungen geschrieben sind – damit sie direkt verhandelt werden können und nicht als Wunschzettel enden.

Am 7. September 2026 stellen wir die Vorschläge im Abgeordnetenhaus zur Diskussion. Unter dem Motto „Pflegende An- und Zugehörige stärken – häusliche Pflege in Berlin zukunftssicher gestalten. Was gehört in die nächste Koalitionsvereinbarung?“ kommen pflegende An- und Zugehörige mit Politik, Verwaltung und anderen Akteuren der Pflege ins Gespräch. Sie sind herzlich eingeladen.

Jetzt anmelden

Montag, 7. September 2026 · Abgeordnetenhaus von Berlin
Einlass ab 17:00 Uhr, Beginn 17:45 Uhr – vor Ort oder digital per ZOOM: Zoom-Link zur digitalen Teilnahme.

Die Teilnahme ist kostenlos. Wegen der Sicherheitsvorkehrungen im Abgeordnetenhaus bitten wir um Anmeldung – und darum, zur Veranstaltung einen Ausweis mitzubringen. Im Anschluss laden wir zum geselligen Austausch im Kasino des Abgeordnetenhauses ein.

Anmelden können Sie sich über das Online-Formular oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.. Das Abgeordnetenhaus und der Veranstaltungsraum können barrierefrei erreicht werden.

Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf dem Flyer. Sie können ihn gerne weitergeben.

Aufruf: Bewerten Sie unsere Vorschläge

Welche Vorschläge sind Ihnen am wichtigsten?

Bevor wir am 7. September diskutieren, möchten wir wissen, was Ihnen wichtig ist. In etwa fünf Minuten können Sie jeden Vorschlag bewerten, benennen, was zuerst umgesetzt werden sollte, und uns sagen, was aus Ihrer Sicht fehlt. Mitmachen können alle: pflegende An- und Zugehörige, Pflegebedürftige, Fachkräfte, Verbände, Politik und Verwaltung.

Ihre Rückmeldungen fließen direkt in den Pflegepolitischen Dialog ein und danach in den politischen Prozess und in den Landespflegeausschuss.

Um Ihre Rückmeldungen bitten wir möglichst bis zum 2. September 2026, damit Ihre Rückmeldung in den Dialog am 7. September einfließen kann – gern auch danach. Wir werten alle Rückmeldungen aus und veröffentlichen die Ergebnisse.

Downloads

Über den Pflegepolitischen Dialog

Der pflegepolitische Dialog ist seit 2022 ein zentraler Baustein unserer Arbeit. Er findet im Abgeordnetenhaus von Berlin statt. Wir wollen mit dem Dialog pflegenden An- und Zugehörigen sowie interessierten Bürger: innen die Möglichkeit geben, mit Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung über relevante Fragen der häuslichen Pflege ins Gespräch zu kommen. Das Thema ergibt sich aus der Befragung unserer Mitglieder: Innen, welche Themen sie aktuell besonders bewegen, Anregungen von Dritten und aktuellen Entwicklungen

Thema des letzten Dialogs am 08.10.2025 war „Pflegende Angehörige im Mittelpunkt – oder doch nicht? In welche Richtung steuert der Landespflegeplan 2025“

Für alle, die den Dialog nachvollziehen wollen, hier der Link zum Video.

In einem von Herrn Andreas Becker, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Berliner Landespflegeausschusses moderierten Gespräch diskutierte Heinrich Stockschlaeder vom Vorstand des Vereins mit Frau Silke Gebel, der Vorsitzenden des Fachausschusses für Gesundheit und Pflege im Abgeordnetenhaus und Herrn Donald Ilte, dem Leiter der Abteilung Pflege in der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege.

Der Dialog soll weiterhin regelmäßig einmal in Jahr stattfinden.

Historie:

08.10.2025: 3. Pflegepolitischer Dialog im Berliner Abgeordnetenhaus – organisiert von wir pflegen in Berlin e.V.

30.05.2024: Häusliche Pflege in großer Not. Ausufernde Kosten, fehlende Angebote – wie kann es weitergehen?

16.05.2022: Auf einem guten Weg? Dialog zur Situation und Stärkung pflegender Angehöriger

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